Wo KI im Betrieb wirklich hilft
Beim ersten Entwurf. Wer vor einem leeren Textfeld sitzt, bekommt von einem Chatbot schnell einen Vorschlag, den man umschreiben kann. Auch beim Kürzen hilft KI: aus einem langen Facebook-Text eine Fassung für Instagram, aus einem Instagram-Text eine sachliche für LinkedIn. Und bei Ideen, wenn man eine Liste mit zwanzig Themen braucht, aus denen man fünf nimmt.
Wo KI danebenliegt
KI formuliert sicher, auch wenn der Inhalt falsch ist. Ein Text über den Fehlerstromschutzschalter, die Abgasuntersuchung oder eine Förderung kann flüssig klingen und trotzdem einen falschen Wert oder ein ausgelaufenes Programm nennen. Für einen Fachbetrieb ist das peinlich, und wenn eine Zusage im Text steht, kann es auch teuer werden, denn was im Beitrag steht, ist Werbung.
Dazu kommt der Ton. Chatbot-Texte haben typische Muster: Gedankenstriche, Dreierlisten, Sätze wie „In der heutigen schnelllebigen Zeit“. Solche Muster fallen auf, und ein Text, der klingt wie jeder andere, bleibt nicht hängen. Ein Text, der klingt wie Ihr Betrieb, braucht deshalb Nacharbeit.
Was Sie bei KI-Bildern beachten müssen
| Punkt | Was gilt | Quelle |
|---|---|---|
| Hinweis bei realistisch wirkenden Bildern | Wer KI-Bilder erzeugt, die echt wirken, legt offen, dass sie künstlich erzeugt sind | Art. 50 Abs. 4 KI-Verordnung, seit 2. August 2026 |
| Irreführung | Ein KI-Bild, das Kunden für ein Foto Ihres Betriebs halten, kann irreführend sein | § 5 UWG, Leitfaden der Wettbewerbszentrale 2026 |
| Instagram und Facebook | Meta verlangt die Angabe bei realistischen KI-Videos und erkennt KI-Bilder an Metadaten | Meta, Februar 2024 |
| TikTok | KI-Inhalte mit realistischen Bildern, Ton oder Video sind zu kennzeichnen | TikTok-Newsroom |
| Lizenz | Kommerzielle Nutzung nur, wenn die Lizenz des Modells sie erlaubt | Nutzungsbedingungen des Anbieters |
Die Einzelheiten mit allen Quellen stehen im Ratgeber KI-Bilder kennzeichnen.
Wie viel Arbeit trotzdem bleibt
Rechnen Sie es durch: Prompt schreiben, Ergebnis lesen, Fachliches prüfen, Ton anpassen, Bild erzeugen, das dritte Bild nehmen, weil das erste sechs Finger hat, Hinweis einsetzen, Text für den zweiten Kanal anpassen. Wie lange das bei Ihnen dauert, wissen nur Sie. Bei zwei Beiträgen pro Woche hat Ihr Jahr 101 Termine; den Zeitrechner können Sie mit Ihren eigenen Minuten füttern.
Die Arbeit einmal machen statt jede Woche
Unsere Editionen sind ebenfalls mit KI entstanden, nur eben einmal für viele Betriebe statt jede Woche neu: Motive aus einem Bildmodell mit kommerzieller Lizenz, Texte mit KI geschrieben und in mehreren Durchgängen gegengelesen, auf fachliche Fehler, auf Zusagen, die ein Betrieb nicht halten kann, und auf typische Maschinenmuster. Jedes Bild trägt den Hinweis „Bild mit KI erstellt“. Fachliche Fehler sind trotzdem möglich, deshalb lesen Sie Beiträge mit Fristen oder Förderung vor dem Posten quer. Wenn Sie sich das wöchentliche Prompten sparen wollen: Edition auswählen, Ihr Plan mit fertigen Texten kommt meist nach wenigen Minuten.
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Häufige Fragen
Muss ich einen KI-Text kennzeichnen?
Die KI-Verordnung verlangt eine Offenlegung bei KI-Texten, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren, außer ein Mensch hat sie redaktionell kontrolliert und verantwortet sie (Art. 50 Abs. 4). Ein Werbebeitrag eines Betriebs über Heizungswartung fällt in der Regel nicht darunter. Für realistisch wirkende KI-Bilder gilt dagegen eine Hinweispflicht.
Darf ich KI-Bilder kommerziell nutzen?
Das hängt von den Nutzungsbedingungen des Bildgenerators ab. Manche Modelle erlauben die kommerzielle Nutzung, andere schränken sie ein, etwa nach Region oder Umsatz. Lesen Sie die Lizenz, bevor Sie ein Bild in die Werbung nehmen.
Gehören mir die KI-Bilder?
An rein KI-erzeugten Inhalten entsteht nach deutschem Recht in der Regel kein Urheberrecht, weil dafür eine persönliche geistige Schöpfung eines Menschen nötig ist (§ 2 Abs. 2 UrhG). Exklusiv sind solche Bilder deshalb nicht, andere können ähnliche erzeugen.