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Social Media automatisiert

KI-Bilder in Social Media kennzeichnen

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten der europäischen KI-Verordnung. Für Betriebe, die mit KI erzeugte Bilder posten, heißt das vor allem: Realistisch wirkende Bilder brauchen einen Hinweis. Dazu kommen das Verbot irreführender Werbung und die Regeln der Plattformen. Eine Rechtsberatung ersetzt diese Seite nicht.

Stand: 3. Oktober 2026

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Was die KI-Verordnung verlangt

Die Verordnung (EU) 2024/1689 regelt in Artikel 50 zwei Pflichten, die hier wichtig sind. Anbieter von KI-Systemen, die Bilder, Videos oder Texte erzeugen, müssen ihre Ergebnisse maschinenlesbar als künstlich erzeugt markieren (Abs. 2). Und wer ein solches System nutzt, um Bilder oder Videos zu erzeugen, die ein Deepfake sind, muss offenlegen, dass der Inhalt künstlich erzeugt ist (Abs. 4), und zwar klar erkennbar spätestens beim ersten Kontakt mit dem Inhalt (Abs. 5). Diese Pflichten gelten seit dem 2. August 2026. Den Wortlaut finden Sie bei EUR-Lex.

Als Deepfake gilt nach Art. 3 Nr. 60 ein KI-erzeugter oder manipulierter Bild-, Ton- oder Videoinhalt, der wirklichen Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähnelt und fälschlich als echt erscheinen würde. Ein fotorealistisches Bild einer Werkstatt, einer Baustelle oder eines Bades kann darunter fallen. Wer nicht für jedes Motiv abwägen will, ob es „echt wirkt“, kennzeichnet einfach jedes KI-Bild. Die Pflicht trifft den, der veröffentlicht, also Ihren Betrieb.

Was zusätzlich zählt: Irreführung

Unabhängig von der KI-Verordnung darf Werbung nicht täuschen (§ 5 UWG). Die Wettbewerbszentrale hat dazu 2026 einen „Leitfaden KI-generierte Inhalte“ veröffentlicht. Entscheidend ist danach vor allem, ob ein Bild fälschlich für echt gehalten wird; vorsichtshalber empfiehlt sie, auch abstrakt menschenähnliche KI-Bilder zu kennzeichnen (Wettbewerbszentrale).

Für Betriebe heißt das praktisch: Ein KI-Bild einer blitzsauberen Werkstatt, das Kunden für ein Foto Ihres Betriebs halten, ist heikel. Bei Vorher-nachher-Beiträgen gilt das besonders. Mit KI-Motiven erklären sie, wie so etwas aussieht, als Nachweis Ihrer Arbeit taugen sie nicht. Dafür nehmen Sie eigene Fotos. Der Hinweis „Bild mit KI erstellt“ klärt das, und eigene Fotos zwischen den KI-Motiven machen den Auftritt glaubwürdig.

Was die Plattformen wollen

Plattform Regel Was Sie tun
Instagram und Facebook Meta verlangt die Angabe bei fotorealistischen KI-Videos und realistisch klingendem Ton, sonst sind Maßnahmen möglich. KI-Bilder erkennt Meta teils an Metadaten (C2PA, IPTC) und zeigt dann „KI-Info“ Bei Videos den KI-Schalter setzen, bei Bildern Hinweis im Bild
LinkedIn Zeigt ein Symbol für Inhaltsnachweise nur bei kryptografisch signierten Bildern und Videos, erkennt nicht alle KI-Inhalte Hinweis im Bild oder ein Satz im Text
TikTok KI-Inhalte mit realistischen Bildern, Ton oder Video sind zu kennzeichnen Schalter für KI-Inhalte beim Veröffentlichen
Google-Unternehmensprofil Kein eigener Schalter; Sie sind für Ihre Bilder verantwortlich Hinweis im Bild oder im Text

Quellen: Meta, Februar 2024, Meta zu „AI info“, LinkedIn-Hilfe, TikTok, Google-Richtlinien für Beiträge. Die Schalter heißen je nach App unterschiedlich und wandern gelegentlich im Menü.

So geht es praktisch

  • Hinweis ins Bild. Eine kleine Zeile wie „Bild mit KI erstellt“ in einer Ecke. Sie stört kaum und bleibt erhalten, wenn jemand das Bild weiterleitet.
  • Schalter beim Hochladen. Bei Reels und TikTok-Videos zusätzlich den KI-Schalter der App setzen.
  • Metadaten nicht löschen. Viele KI-Bilder tragen die Kennzeichnung auch in den Bilddaten. Bearbeitungsprogramme entfernen sie manchmal beim Export; das ist kein Drama, solange der sichtbare Hinweis bleibt.
  • Keine echten Personen nachbauen. KI-Bilder von Kunden, Mitarbeitern oder bekannten Personen gehören nicht in die Werbung eines Betriebs.
  • Keine erfundenen Bewertungen. Auch nicht neben einem KI-Bild. Ein Aufruf zur ehrlichen Bewertung wirkt besser.

Wie es in unseren Editionen gelöst ist

Alle Motive unserer Editionen sind mit einem Bildmodell erzeugt, dessen Lizenz die kommerzielle Nutzung erlaubt. Die gestalteten Bilder tragen oben rechts den Hinweis „Bild mit KI erstellt“, und im Brander lässt er sich nicht abschalten, auch nicht nach dem Einsetzen Ihres Logos. Die Bilddateien Ihres Startpakets und des Jahrespakets sind zusätzlich in den Metadaten nach IPTC als KI-erzeugt markiert. Fahrplan und Excel-Plan erinnern Sie bei Videos an den KI-Schalter. In der Datei KI-KENNZEICHNUNG.md jeder Edition stehen fertige Formulierungen für Bildunterschriften und Profile.

Wenn Sie Beiträge wollen, bei denen das schon erledigt ist: Edition auswählen. Wie die Bilder aussehen, zeigt die Seite Beispiele, und wie Sie sie mit Hinweis im Voraus einplanen, steht unter Posts planen.

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Häufige Fragen

Ab wann muss man KI-Bilder kennzeichnen?

Die Transparenzpflichten aus Art. 50 der KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026. Unabhängig davon konnte ein KI-Bild, das Kunden über Ihren Betrieb täuscht, schon vorher als irreführende Werbung angegriffen werden (§ 5 UWG).

Muss auch ein KI-Text gekennzeichnet werden?

Für Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren, verlangt Art. 50 Abs. 4 eine Offenlegung, es sei denn, ein Mensch hat den Text redaktionell kontrolliert und verantwortet ihn. Ein Werbebeitrag eines Betriebs über Heizungswartung fällt in der Regel nicht darunter. Was Sie posten, verantworten Sie trotzdem.

Reicht der KI-Schalter in der App?

Bei Videos setzen Sie ihn auf jeden Fall. Bei Bildern ist ein sichtbarer Hinweis im Bild die sicherere Lösung, weil er beim Teilen, Herunterladen und auf Plattformen ohne Schalter erhalten bleibt, etwa im Google-Unternehmensprofil.

Muss ich KI-Bilder auch auf meiner Website kennzeichnen?

Für realistisch wirkende KI-Bilder gilt dasselbe wie auf Social Media. Üblich ist ein kurzer Hinweis am Bild, etwa „Bild mit KI erstellt“, oder ein Satz in der Bildunterschrift.